Als Selbständiger und Freiberufler brauchen Sie eine gute Krankenversicherung,
die im Falle einer Krankheit den Verdienstausfall kompensiert.
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Selbständige, Freiberufler und Beamte unabhängig vom Einkommen sowie
Angestellte mit einem Brutto-Monatseinkommen von 4.162,50 Euro (entspricht jährlich 49.950 Euro) dürfen sich privat krankenversichern.
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Die private Krankenversicherung
Nicht jedem steht der Schritt in die private Krankenversicherung (PKV) frei.
Zwar können Selbstständige, Freiberufler, Studenten und Künstler sich privat versichern.
Angestellte dagegen müssen zunächst die sogenannte Jahresarbeitsentgeltgrenze überschreiten, bis sie die Möglichkeit erhalten, das gesetzliche Krankenversicherungssystem zu verlassen. Jene Jahresarbeitsentgeltgrenze wird vom Gesetzgeber in jedem Jahr neu festgelegt. In den letzten Jahren kam es kaum zu einer Senkung der Grenze, meist wird sie zum Beginn eines Jahres erhöht. Für Angestellte bedeutet das Wechselmöglichkeiten nur für Besserverdienende.
Der Beitrag in der privaten Krankenversicherung
Während der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung für alle Versicherten gleichermaßen berechnet wird, verhält es sich in der PKV anders. Hier wird individuell nach verschiedenen Gesichtspunkten berechnet, was ein PKV-Versicherter zahlen muss.
Grundlage der Kalkulation ist das Eintrittsalter des Antragsstellers. Je jünger ein Mensch ist, der sich in der PKV versichern will, desto geringer ist der Anfangsbeitrag.
Versicherungsmathematisch „bleibt“ der Versicherte immer gleich alt, weil sich die Berechnungsgrundlage durch das Eintrittsalter nicht ändert. Faktisch heißt das jedoch nicht, dass die Monatsbeiträge stabil bleiben. Unterschiedliche Faktoren tragen dazu bei, dass in der PKV die Beiträge im Laufe der Zeit steigen.
In welche Höhe das der Fall ist, hängt von der Versicherungsgesellschaft und deren Kalkulation ab. Aber auch von der Alters- und Gesundheitsstruktur der Versicherten, der allgemeinen Lebenserwartung, der demografischen Entwicklung und der Gesundheitsentwicklung insgesamt. Natürlich spielen auch politische Entscheidungen eine Rolle. Je höher beispielsweise die Jahresarbeitsentgeltgrenze festgelegt wird, desto weniger GKV-Mitglieder können in die PKV wechseln. Das geht an den Versicherern nicht spurlos vorbei.
Was Sie bei einem Wechsel beachten sollten
Neben dem Eintrittsalter gibt es einen weiteren Faktor, der für die erfolgreiche Aufnahme in die PKV einen maßgeblichen Stellenwert einnimmt. Die Rede ist vom Gesundheitszustand des Antragstellers.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung muss die PKV nicht jedem Antrag stattgeben.
Bevor also ein Antrag angenommen wird, kommt es zu einer genauen Prüfung der Gesundheitsfragen, die jeder Antragsteller beantworten muss. Die Relevanz dieser Gesundheitsfragen kann gar nicht hoch genug eingestuft werden, die korrekte Beantwortung der Fragen ist daher von höchster Bedeutung. Wer falsche Angaben macht oder etwas verschweigt, läuft Gefahr, im Leistungsfall Behandlungen nicht erstattet zu bekommen. Darüber hinaus kann die PKV das Vertragsverhältnis kündigen, wenn bewusst Fragen nicht der Wahrheit entsprechend beantwortet wurden.
Die Preisentwicklung in der privaten Krankenversicherung
Jede private Krankenversicherung preist natürlich Ihre Leistungen und Beiträge als die besten und günstigsten an. Ein Vergleich bietet sich dennoch an, denn die Unterschiede können bei ähnlichen Leistungen enorm sein. Neben dem aktuellen Beitrag, der Ihnen vorgerechnet wird, ist es ratsam, auch einen Blick auf die längerfristige Entwicklung einer Versicherungsgesellschaft zu werfen.
Ein Vergleich unterschiedlicher Gesellschaften kann zeigen, dass die eine PKV sehr moderate Beitragserhöhungen hatte, während die andere vielleicht mit sehr günstigen Beiträgen beginnt, später aber oft nachjustieren muss und die Beiträge immer wieder erhöht. Niemand kann in die Zukunft blicken, das Augenmerk auch auf die Vergangenheit zu richten, kann aber ganz sicher nicht schaden.
Ambulante, stationäre und zahnärztliche Behandlung in der PKV
Einer der Vorteile des PKV liegt in der Tatsache, dass Sie Ihren Tarif individuell gestalten können. So haben Sie die Wahl zwischen unterschiedlichen Leistungsangeboten im ambulanten Bereich (also Arzt- und Facharztbesuche), im stationären Bereich (also im Krankenhaus) und in der zahnärztlichen Versicherung (Zahnbehandlungen und Zahnersatz).
Je nachdem, welche Bausteine Sie wählen, können Sie Einfluss auf die Höhe des Beitrages nehmen. Zusätzlich gibt es sogenannte Kompakttarife, die zwar die Wahl der einzelnen Bausteine nicht zulassen, dafür aber günstiger sind. Eingeschlossene Selbstbeteiligungen senken den Monatsbeitrag um einen weiteren Faktor.
Die richtige Wahl: Gesetzliche Krankenkasse oder private Krankenversicherung
Es ist nicht möglich, ein grundsätzliches Urteil für oder gegen die PKV zu fällen. Es ist immer die persönliche Situation, die darüber entscheidet, ob die PKV für Sie die beste Lösung ist oder nicht.
Das Alter und der Gesundheitszustand, aber auch Ihre familiäre Planung spielen mit in die richtige Entscheidung hinein, ob man von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechselt.
Bevor Sie sich für den Schritt in die PKV entscheiden, ist eine umfassende unabhängige Beratung von großer Bedeutung. Schließlich legen Sie sich für einen langen Zeitraum auf die PKV fest. Vielleicht sogar für immer.
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